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Künstler des Monats Mai 2016 Achim Marx

Verfasst von Ivo Haarmann am Sonntag, 24 April 2016. Veröffentlicht in Künstler des Monats

Jeden Monat küren wir einen herausragenden Künstler - diesmal: Achim Marx

Künstler Mai 2016 Achim Marx

Es gibt viele Anhänger, aber mindestens genauso viele Kritiker, der abstrakten Kunst. Darüber lässt sich streiten, was in der Vergangenheit zu genüge und in der Zukunft auch Gegenstand der künstlerisch, konstruktiven Konversation sein wird.

Aber lassen Sie uns diesen scheinbaren Konflikt ein wenig näher betrachten, was gerade bei dem von uns ausgesuchten Kunstwerken von Achim Marx besonders anschaulich verdeutlicht werden kann. Für diese Konfliktauflösung, innerhalb der abstrakten Malerei, haben wir anerkennend den Künstler Achim Marx dafür zum Künstler des Monats gekürt.

Seine Kunstwerke zeichnen sich durch eine fulminante Farbenpracht aus. Gezielt wird hier mit ruhigen und aggressiven Farben gespielt und zaubert eine gewisse Kraft und wahrnehmbaren Widerspruch auf die Leinwand. Die ruhigen harmonischen Farben sind dabei in der Regel im Bildhintergrund, wohingegen die vollen satten Farben im Vordergrund des Kunstwerkes sind. Verstärkt wird dieser Effekt durch reliefartige Strukturen, die mit bestimmten Farben kombiniert werden und zusätzlich den räumlichen und farblichen Abstand herausheben.

Dieser farbliche Kontrast wird geschickt durch eine Symbiose von Spachtel und Pinsel komplementiert – so werden Strukturen auf der Leinwand manifestiert, die grazil miteinander harmonisieren. Diese Harmonie von Spachtel und Farbe unterstreicht dabei zusätzlich den Kontrast von weichen und harten Farben. So werden reliefartige Strukturen erzeugt, die einen Betrachter dazu anregen Objekte zu erkennen - bzw. diese in den Bildern zuerst subtil erkennbar sind - und den abstrakten Charakter der Malerei des Künstlers untermauern. Diese Subtilität bannt den Betrachter und lässt ihn in eine andere Welt entgleiten – im Sog des Wiederspruchs taucht der Betrachter in die Kunstwerke ab, um eben diesen Widerspruch dann selbst im Bild zu lösen, für sich aufzulösen – ja vielleicht sogar seine eigene Identität auf der Suche nach Harmonie zu klären…

Diese faszinierenden Techniken sind fast immer in den Bildern des Künstlers zu erkennen, sodass dieser seinen eigenen Stil erschaffen hat und die Identität des Künstlers in seinen Kunstwerken wiederzuerkennen ist. Das hat uns dazu bewogen die Kunstwerke und den Künstler besonders zu würdigen. Wir sagen dem Künstler Dankeschön und wünschen den harmoniesuchenden Betrachter auf der Reise zu sich selbst viel Spaß beim Betrachten der Kunstwerke…

  Zur Online Kunstgalerie von Achim Marx

 Achim Marx

 


Wie immer haben wir Fragen zusammengestellt, die wir dem Künstler gestellt haben, um einen Einblick in ihr Wesen und ihrn Schaffen zu bekommen. Herr Marx war so freundlich uns ein umfassendes Exklusiv-Interview zu geben, welches wir hier wiedergeben möchten:

1. Wie kamen Sie zur Kunst / Malerei ? 
Das Bedürfnis selbst gemalte Bilder, statt Poster aufzuhängen, habe ich seit meiner Schulzeit. Damals war mein Zimmer ständig mit eigenen Aquarell- und Buntstiftbildern verziert. Während des Grafikdesign Studiums wurde diese Ambition konkret und in Richtung angewandter Kunst zum Beruf.

2. Welchen Stellenwert nimmt die Kunst in Ihrem Leben ein? Malen Sie eher für sich oder für Andere?
Während der konzeptionellen Tätigkeit als Grafikdesigner wurde die freie Kunst mehr und mehr zum unverzichtbaren, emotionalen Ausgleich. So steht der iMac in Sichtweite der Staffelei: digital und analog in harmonischer, sich ergänzender Zweisamkeit. Für wen ich male? In erster Linie muss das fertige Bild mir gefallen, in der Hoffnung, dass auch andere Menschen meinen Geschmack teilen und vielleicht eines Tages zu Käufern werden.

3. Welche Inspiration brauchen Sie beim Malen?
Alle Motivation gipfelt in dem Wunsch nach einem neuen Bild. Die Inspiration kommt dann aus der Vorfreude nach Neuem. Sobald die ersten Pinselstriche auf der Leinwand sind, ergibt sich eine Eigendynamik, die mehr vom entstehenden Bild, als vom Maler aus geht.

4. In welcher Stilrichtung würden sie ihre Kunstwerke ansiedeln und was beutetet diese Ausdrucksart für Sie?
Ich male keine konkreten Gegenstände. Der Stil wäre somit am ehesten als abstrakt zu bezeichnen. Die Anordnung von Farben und Formen muss dabei allerdings klar strukturiert sein und die Komposition eine Stimmung erzeugen, die sich der jeweiligen Situation anpassen kann. Keine Abbildung der realen Welt um eine eigene Welt sein zu können.

5. Wie entwickeln sie Ihre Motive? Erzählen sie uns etwas über den Entstehungsprozess und die Auswahl ihrer Motive.
Zu Beginn existiert eine vage Vorstellung, die mit massivem Farbauftrag grob und flächendeckend skizziert wird. Nach dem Trocknen weisen mir dann die entstandenen Formen und Strukturen den Weg: sie werden weiter ausgearbeitet oder verworfen, neue kommen dazu, andere werden übermalt – bis irgendwann der Moment kommt, wo das Bild sagt: fertig!

6.  Können Sie uns die verwendete Maltechnik und Farbauswahl Ihrer Kunstwerke näherbringen?
Ein Pinsel kommt eher selten zum Einsatz. Meistens die Spachtel, unterstützt von Bürsten, Schwämmen und anderen Gegenständen, die man im Haushalt findet. Auf die Leinwand gelangen die Farben in reiner Form und werden erst dort gemischt und bearbeitet. Stets sind es kräftige Farben, die in mehreren Schichten pastos aufgetragen werden.

7. Was unterscheidet Ihre Kunst / Techniken von anderen Künstlern?
Ein Alleinstellungsmerkmal würde ich nicht in der Art oder Technik meiner Kunst sehen, das hat es alles schon mal gegeben. Das daraus entstehende Ergebnis ist individuell und damit einmalig und für jemanden, dem es gefällt, sogar etwas Besonderes.

8. Welches Ihrer eigenen Kunstwerke bedeutet Ihnen persönlich am Meisten und warum?
„Afrika“ aus dem Jahr 2013. Es strahlt Ruhe und sanftmütige Kraft aus, nimmt den Raum ein ohne aufdringlich zu werden und wenn man es abhängt, fehlt es sofort.

9. Wenn Sie sich drei Kunstwerke aller Museen dieser Welt für Ihre Räumlichkeiten / Wohnung aussuchen könnten - welche wären es?
Claude Monet – Abendstimmung in Venedig
Paul Cézanne – Mont Sainte-Victoire
Max Slevogt – Garten in Godrammstein mit verwachsenem Baum

10. Wo, wann und wie kann man Ihre Kunst besichtigen?
Am liebsten in vertrauter Umgebung: in meinem Haus. Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen.


Hier sehen Sie einen Auszug von Kunstwerken, die uns besonders angesprochen haben.

1. Kunstwerk - Afrika

Afrika

 

 


2. Kunstwerk - Big City Lights

 

Big City Lights

 


3. Kunstwerk - Der Seele Warmes Raunen

Der Seele Warmes Raunen

 


 

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