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Kunstauktionen

Verfasst von Ivo Haarmann am Mittwoch, 29 August 2012. Veröffentlicht in Aktuelles über Kunst

Kunstauktionen - Verkäufe von Kunstwerken

Kunstauktionen

Kunst kommt von Können, eigentlich von Verkaufen können. Kunst ist nicht immer das, was der Künstler herstellt. Kunst ist vielmehr das, was er verkaufen kann! Oder anders herum gesagt: Die Kunst ist es, sein Werk anderen Leuten als Kunst zu verkaufen.

In diesem Sinne ist der Kunstmarkt und mit ihm auch die Kunstauktion die eigentliche Kunst. Kunstauktionen sind nämlich nicht nur die im Fernsehen so oft gezeigten Auktionen einschlägiger Auktionshäuser, wo uralte Kunstwerke für Millionen Euro den Besitzer wechseln. Kunstauktionen sind auch jene Aktionen, bei denen auf Märkten, bei Charityveranstaltungen oder ähnlichen Gelegenheiten unbekannte Künstler zu zivilen Preisen ihre Kunstwerke anbieten. Hier kann der normale Verbraucher Bilder, Büsten, Skulpturen oder auch Art Objekte zur Ausgestaltung seines Heimes erwerben.

Online-Kunstauktionen
Wie mittlerweile in fast jedem Bereich des menschlichen Lebens haben diese Kunstauktionen auch das Internet erreicht. Diese Online Kunstauktionen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sowohl offline als auch Online Kunstauktionen haben ihre Vor- und Nachteile. Bei einer Kunstauktion vor Ort kann der potenzielle Kunde das Werk anfassen, von allen Seiten begutachten, gegebenenfalls mit dem Künstler sprechen, auf sich wirken lassen. Aber eben nur in diesem Moment. Hat er den Ort der Aktion verlassen, ist die Chance weg und er sieht das Kunstwerk nie wieder. Online hingegen hat der Kunstliebhaber die Möglichkeit, sich das ihn interessierende Werk längere Zeit, wenn auch nur am Monitor, zu betrachten. Meist kann er auch seine Fragen beantwortet bekommen über ein entsprechendes Kontaktformular. Manche Galerien verbinden auch die beiden Vertriebswege miteinander.

Kunstgalerien
Stichwort Galerien. Sie sind die eigentlichen Orte des Kunsthandels, egal ob vor Ort oder im Internet. Dabei haben sich die meisten Galerien spezialisiert auf bestimmte Künstler, Stilrichtungen, Zeitepochen und Ähnliches. Und die Galerien unterschiedlicher Ausprägung arbeiten eng zusammen, oft sind sie räumlich in der Nähe. Man kennt sich und seine Klientel. Davon lebt die Branche. So eine Kunstauktion funktioniert ähnlich wie andere Aktionen, bei denen keine Kunst verkauft wird. Der Künstler bietet über eine Galerie sein Werk an, die Galerie organisiert die Auktion.

Ablauf von Kunstauktionen
Die Termine von Auktionen werden in der Presse und online bekannt gegeben. Bei physisch stattfindenden Auktionen in der Galerie vor Ort haben die Interessenten einige Stunden Zeit, vor der eigentlichen Auktion die Kunstwerke zu besichtigen. Sie können sich dann davon eine Meinung bilden und für sich entscheiden, ob Sie dieses Werk erwerben möchten und zu welchem Preis. Zu Beginn der Auktionen finden sich der Auktionator und seine Helfer sowie das Publikum zusammen. Zuvor hat das Publikum sich registrieren lassen und eine entsprechende Nummer erhalten. Der Auktionator ruft nun das Kunstwerk aus, dass von den Helfern meist neben dem Auktionator aufgebaut wird. Der Auktionator ruft einen Startpreis auf, der als Mindestgebot zählt. Wer sich dafür interessiert, hebt sein Nummerntäfelchen, seinen Arm, gibt einen Wink oder Ähnliches, damit der Auktionator weiß, dass diese Person sich dafür interessiert. Vor Beginn der Auktionen wird meist noch festgelegt, in welcher Höhe die weiteren Auktionsschritte gegangen werden. Dies können je nach voraussichtlichem Wert des Kunstgegenstandes 5 Euro, 50 €, 500 € oder 5000 € sein. Wird ein Gebot gemacht von einem Interessenten, wiederholt der Auktionator die gebotene Summe. Möchte jemand höher bieten, hebt er sein Kärtchen und der Auktionator nennt die nächsthöhere Summe. So geht das weiter, bis der Auktionator nach mehrfachem Nachfragen keine höheren Gebote erhält. Ist kein höheres Gebot mehr erreichbar, schlägt der Auktionator mit seinem Hammer dreimal auf den Tisch, der Zuschlag ist erteilt. Der Helfer des Auktionators notiert nunmehr die Nummer des Kunstwerkes und die Nummer des Kunden. Nach der Auktion geht der Erwerber des Kunstwerkes zum Helfer des Auktionators und bezahlt den Wert des Grundstückes plus Provision des Auktionators in bar. Er kann es dann nach Hause nehmen oder eine meist vor Ort vorhandene Spedition damit beauftragen.

Online-Kunstauktionen - bieten ein breites Spektrum von Kunst an
Online Auktionen verlaufen ähnlich, wobei bei diesen meist die Erhöhungssumme 1 Euro beträgt. Man kennt das ja bei eBay. Kunstauktionen sind jedoch nicht nur dafür da, die Werke von Künstlern zu veräußern. Viele dieser Auktionen befassen sich mit antiken Möbeln. Wobei es hierbei besonders auf das Alter des Möbelstücks ankommt. Und auch darauf, inwieweit es gut erhalten ist und welcher Stilepoche es zweifelsfrei zuzuordnen ist. An dieser Stelle kann eine Kunstauktion auch für jedermann interessant sein. Denn schließlich kann sich durchaus ein wertvolles Möbelstück überall auf dem Dachboden oder im Keller versteckt halten. Solche Kunstauktionen für Antiquitäten wollen jedoch gründlich vorbereitet sein. Hierbei steht in erster Linie die Bewertung der Antiquität. Wer sich da selbst nicht sicher ist (und wer kann das schon sein), der sollte sich entweder einen unabhängigen Gutachter für sein Exponat auswählen oder dies auch dem Auktionator und seinen Leuten anvertrauen. Im letzteren Fall sollte man jedoch unbedingt ein Auktionshaus in Betracht ziehen, dessen Spezialität die Auktion von Antiquitäten ist. Hat man dann einen Bewertungsmaßstab gefunden, setzt man als Verkäufer gemeinsam mit dem Auktionator einen Mindestwert fest und die Erhöhungssumme. Den Rest muss man dann der Auktion selbst und dem Geschick des Auktionators überlassen. Es ergibt sich für jeden privaten Verkäufer einer Antiquität die Frage, ob er sein gutes Stück über eine Auktion verkaufen sollte oder dies selber tun.

Provisionen bei Kunstauktionen
Man muss dazu wissen, dass der Auktionator natürlich einen gewissen Prozentsatz des Verkaufspreises als Gebühr einbehält. Das können, je nach Wert des Gegenstandes und Schwierigkeit der Auktion, der Werbeaufwendungen für diese Auktion und der sonstigen Kosten wie Miete usw. durchaus 30 - 50 % sein. Diese Kostenarten fallen beim Privatverkauf beispielsweise bei eBay natürlich nicht an. Aber man hat auch nicht die Gewissheit, dass das Ganze fachgerecht und mit dem größtmöglichen Erlös abläuft.


Verkaufte Kunstwerke auf Kunstauktionen - grafisch aufbereitet
Wir haben versucht die wichtigsten Kunstwerk-Parameter, die auf Kunstaktionen verkauft wurden - mittels dem Data-Mining Verfahren optisch aufzubereiten. Herausgekommen ist der Art-Visualizer. Schnell erkennt man welche Fakten bei Kunstakutionen den Preis in die Höhe schnellen lassen...  

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