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Pfundtner, Hans-Dieter

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  • Herkunft: Deutschland
  • Künstler-Typ: Kunstmaler
  • Künstler-Grad: Berufskünstler
Pfundtner, Hans-Dieter
Pfundtner, Hans-Dieter

Kurz-Vita

1946 in München geboren, als freischaffender Künstler tätig seit 1972, in Konstanz lebend und arbeitend seit 2013

Mein Motto

Raus aus den Nähten, rein in die Kunst! Der Faden – ein alter Bekannter als neuer künstlerischer Werkstoff. Wahrnehmen, ergründen, ausprobieren, (er)finden) – für mich als Künstler beginnt dieses Abenteuer täglich neu. Dabei folge ich keinem Plan, ich spiele eher – egal, ob Kunst das Ergebnis ist. So habe ich den Faden wieder entdeckt. Dieses vielleicht unscheinbarste, gewöhnlichste und gebräuchlichste Material der Welt. Also: Raus aus den Nähten, rein in die Kunst!

Über mich und meine Kunst

Den Faden weiter spinnen oder das Überleben der Kunst. Kunst bedeutet für mich, spielend zu überleben, mich immer wieder neu zu begeistern für den schöpferischen, bildfindenden Akt. In letzte gestalterische Nischen hineinleuchten mit dem Licht eines künstlerisch kaum genutzten Materials, das dem unendlichen Strom der Gedanken und Gefühle eine adäquate bildnerische Materialität verleiht. Die Rede ist vom Faden, genauer, vom Nähfaden, nicht Schnur, nicht Seil, nicht Strick oder Tau. Außer in der Mode kommt bei Männern heute dieses Material nicht vor – schon gar nicht in ihrer Kunst. Oder sollten sie ihn schlicht übersehen haben, weil dem Manne fremd, vielleicht gar seiner unwürdig. Dabei besaß das faserige Material – zumindest in der gedrillten Form von Schnüren – einmal in Zusammenhang mit entsprechenden Aufgaben (z.B. beim Fischen die Angelschnur oder beim Jagen von Wild die am Pfeil mit Schnur befestigte Spitze) eine rein „männliche“ Funktion. Doch mit dem Rückgang bzw. der Technisierung dieser Männeraufgaben in der modernen Welt hat der Faden für Männer offensichtlich keine Bedeutung mehr. Es genügt, wenn die Hemdknöpfe fest sitzen, der Reißverschluss sich nicht lockert und die überall vorhandenen Nähte halten. Allerdings scheinen auch nur wenige Künstlerinnen dem Faden Aufmerksamkeit zu schenken – vielleicht gerade deshalb, weil Männer dieses Material stets mit Frauen in Verbindung gebracht haben. Indem ich den Faden aus seinem Dornröschenschlaf wecke, erkläre ich ihn zu einem der spannendsten künstlerischen Werkstoffe. Wenn „die Schnur“ wie Gerhard Hoehme sagt, „die plastische Form des Heraklit’schen Denkens“ ist, was ist dann der Faden? Ich will es herausfinden und befreie ihn zu diesem Zweck aus seinem funktionellen Korsett. Mit seinen haptischen Fähigkeiten ist er vielleicht einer der letzten „weißen Flecken“ auf der Landkarte künstlerischer Ausdrucksweisen. Der Faden erlaubt die Realisierung fantastischer Gestaltungsmöglichkeiten mit geraden und geschwungenen Linien, zarten Reliefs, scharf konturierten Zeichnungen, zufälligen Gespinstbildungen, spannenden Schichtungen, geometrischen und freien Formen etc.. Ohne oder in Verbindung mit Farbe entstehen so emotionale Gebilde von linienscharfer Intensität, von spannender Strukturiertheit, von unleugbarer Eindeutigkeit. In meinen Fadencollagen kämpfen Lust und Leidenschaft gegen Beengtheit und Angst; die Fantasie des Zufalls gegen die Kalkulierbarkeit von Form; die reizvolle Widerspenstigkeit eines Materials gegen alle gelernten Tricks ästhetischer Täuschung; der Tanz sich frei entfaltender Emotionen gegen die Starrheit besserwisserischer Belehrungen; spielerische Neugier gegen peinliche Betroffenheit; die Macht des Wunsches gegen den Wunsch zur Macht; meine künstlerische Autonomie gegen lobbyistisches Mitläufertum; das Lachen der Schöpfung gegen die Traurigkeit der Zerstörung; die Freude überraschter Blicke gegen gelangweiltes Déjà vu; das Geheimnis der Sprachlosigkeit gegen Wissen vorgebende Geschwätzigkeit; das Vibrieren der Idee gegen die Lähmung der Einfallslosigkeit oder in einem Begriffspaar: Lebendigkeit gegen Totenstarre. Alles für die Kunst - darum: Weil auf dem Kontinent der Kunst noch viele unbekannte Ufer locken. Weil die Begegnung mit ihr den verschütteten Zugang zu dem jedem von uns innewohnenden kreativen Schöpfungspotenzial als vielleicht größtem Geheimnis des menschlichen Daseins wieder freilegen kann. Für das Staunen ob dieser Chancen und der Lust, sie stets neu auszuloten, lohnt es sich für mich als Künstler allemal, weiterzumachen, und sei der Kreis derer, die genau dies bei der Betrachtung meiner Arbeiten empfinden, noch so klein. Gelingt die Vermittlung dieses Anspruchs, könnte das einen kleinen Beitrag zum Überleben der Kunst leisten.

Ausstellungen oder Veranstaltungen

Zahlreiche Ausstellungen an mehr oder weniger bekannten Orten - deshalb konzentriere ich mich jetzt vorwiegend auf die Präsentation meiner Werke in Konstanz sowie im globalen Netz.

Kunstwerke des Künstlers

Stilrichtungen

Abstrakte Kunst

Bevorzugte Kunst-Themen

Abstrakt

Bevorzugte Kunst-Materialien

Collagen-Material

WebKunstGalerie-Mitglied seit

Donnerstag, 13 August 2015

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Meine Kunstwerke

"Fadenwolke"

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60 x 60 cm

Verkaufspreis in €

1200

"Begnügen wir uns mit dem Sichtbaren"

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100 x 80 cm

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1800

"Cortikale Struktur"

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60 x 60 cm

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1200

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